In der zweiten Hälfte des 19. Jh. ist der Golden Retriever aus Kreuzungen von goldfarbenen Wavy-Coated Retrievern mit Water Spaniels, einem Irish Setter und einem sandfarbenen Bluthund hervorgegangen. Der Golden Retriever gilt als freundlicher, lebhafter und zugleich zutraulicher Hund. Durch sein ausgeglichenes Wesen und seine Anpassungsfähigkeit ist er vor allem als Familienhund sehr beliebt.
Seine Arbeitsfreudigkeit, sein ausgezeichneter Apportiertrieb und die Wasserfreude kennzeichnen seine Eignung aber auch für den Jagdbetrieb.
Charakteristika: Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zu arbeiten.
Wesen: Stets freundlich, sowohl Menschen als auch Tieren gegenüber, liebenswürdig und zutraulich.
Kopf und Schädel: Ausgeglichen und wohlgeformt, breiter Oberkopf, ohne grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend; kräftiger, breiter und tiefer Fang von annähernd gleicher Länge wie der Schädel, ausgeprägter Stop. Nase schwarz.
Augen: Dunkelbraun, weit voneinander eingesetzt, dunkle Lidränder.
Behang / Ohren: Mittelgross, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt.
Gebiss: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Hals: Von guter Länge, trocken und muskulös, keine Wamme.
Vorhand: Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen, Schultern gut zurückliegend, langes Schulterblatt bei gleicher Oberarmlänge, dadurch gut unter den Rumpf gestellt. Ellenbogen gut anliegend. Von vorne gesehen sollen die Vorderläufe und Ellenbogen gerade stehen, weder nach innen, noch nach außen gedreht. Die Vorderläufe sollen kräftige Knochen aufweisen, die das Gewicht des Hundes mit Leichtigkeit tragen. Der Rücken sollte eine gerade Linie vom Widerrist zum Rutenansatz bilden und weder abfallend noch hochgezogen sein.
Gebäude / Körper: Ausgeglichen, kurz in der Lendenpartie, mächtiger Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt. Gerade obere Linie.
Hinterhand: Lende und Läufe kräftig und muskulös. Unterschenkel von guter Länge, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefe Sprunggelenke, die, von hinten betrachtet, gerade sind, nicht ein- oder ausdrehend. Kuhhessigkeit ist im höchsten Masse unerwünscht. Die kräftige Muskulatur der Lendenpartie geht in eine ebenso kräftige Hinterhand über. Der Oberschenkel ist sowohl breit wie auch muskulös, der Unterschenkel lang, der Knochen zwischen Sprunggelenk und Pfote kurz.
Pfoten: Rund und geschlossen, nicht zu gross. Die Zehen nicht zu lang und gut gekrümmt, die Ballen ausgebildet und kräftig. Katzenpfoten.
Rute / Schwanz: In Höhe der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend, ohne Biegung am Rutenende. Der Rutenansatz verläuft in einer Linie mit dem Rücken. Die Rute wird gerade getragen, entweder in der Höhe des Rückens oder ein wenig darüber, aber weder hoch über dem Rücken getragen noch herunterhängend zwischen den Hinterläufen. Sie sollte auf der Unterseite eine gute Befederung aufweisen.
Haarkleid: Glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte wasserabstoßende Unterwolle.
Farbe: Jede Schattierung von gold oder cremefarben, weder rot noch mahagoni. Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust.
Grösse: Schulterhöhe: Rüden 56-61 cm, Hündinnen 51-56 cm.
Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Anmerkung / Besonderes: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.